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Granitmarathon 2013 Kleinzell – Strecke Light


Am Renntag bei strahlendem Sonnenschein aufwachen – es gibt nicht viele Dinge, die das Herz eines Bikers höher schlagen lassen! Womöglich war das und eine leichte Verkühlung am Morgen der Grund, warum ich am Sonntag, 19.05.2013, am Weg zum Startnummer-Abholen bemerkte, dass meine Bike-Schuhe zu Hause seelenruhig weiter schlummerten. Dank gutem Time-Management und dem vollen Einsatz meines Bruders Philipp, waren sie aber vor Rennbeginn rechtzeitig an meinen Füßen angeschnallt.

Um 10.30 fiel der Startschuss für die Light-Strecke: 26 km und 700 hm waren zu bezwingen. Im Mittelfeld platziert waren die ersten Anstiegen über Straßen und kurze Wiesenstücke schnell geschafft und meine Beine spürten sich, ganz im Gegensatz zu letztem Jahr, noch topfit an. In einer extrem schnellen und holprigen Abfahrt verlor ich dann zwar die zweite volle Trinkflasche, was mein Trink-Management etwas über den Haufen warf, doch vorerst von Energiemangel keine Spur. Auf großen Stücken folgte unsere Strecke der der 78 km Classic-Strecke, was auch von uns Hobby-Bikern einiges abverlangte. Zig Wasserdurchfahrten waren zu meistern, was aber angesichts der hohen Temperaturen ersehnte Abkühlung verschaffte, aber auch eine lange Reinigungseinheit des Bikes am nächsten Tag versprach. Über Stock und Stein, Abfahrten und kurze, knackige Anstiege, Berg und Tal, Wiesen, Feld und Wald führte uns das Rennen. Einige Fahrer schienen sich sogar von mir gedrängt zu fühlen und ließen mir die Vorfahrt. Immer mehr sehnte sich mein Körper nach weiterer Flüssigkeit, doch die war nicht mehr zu bekommen.

Vor dem stärksten Anstieg etwa zur Mitte des Rennens musste ich aufgrund der enormen Steigung von knapp 30 % kapitulieren. Absteigen und weiterschieben! Kleiner Trost: auch einige Fahrer der langen Strecke taten es mir gleich. Oben angekommen sofort eingeklickt und weiter ging’s! Wider Erwarten machten sich trotz verstärkten Durstes keine Krämpfe oder Schwächegefühle bemerkbar, obwohl der Tacho ständig im oberen EB 1-Bereich lag.

Gott sei Dank kam im letzten Drittel die herbeigesehnte Labestation, wo ich mir entgegen der Logik nur wenig Wasser zuführte – zu groß war die Anstrengung bereits. „Die paar Kilometer schaff ich auch noch ohne!"

Auch der legendäre Steinbruch war wieder zu bewältigen, was einigen Fahrern übelste Flüche und Schimpfwörter in dem Mund trieb. Die angegebenen 26 km waren zwar schon überschritten, das Ziel aber noch nicht in Sicht. Etwas entmutigt fuhr ich in die letzten Anstiege, nun nicht mehr mit demselben Elan und derselben Konsequenz wie noch zu Beginn. Die Strecke hatte es bis zuletzt in sich, das Ziel lag auf der Anhöhe des Startes. Obwohl völlig entkräftet, stieß ich einen Schrei der Freude und Erleichterung aus, bevor ich nach der Ziellinie sofort abstieg und das Weite suchte.

Sofort von Philipp gut verpflegt, war ich nach wenigen Minuten wieder auf den Beinen und wir konnten gemeinsam die verdienten und klassischen Nudeln genießen.

Trotz der großen Strapazen: nächstes Jahr wieder!

Felix Niederschick